Kommt die Sperre für Online Casinos?

Die rechtliche Lage um Online Casinos ist in Deutschland nach wie vor nicht geklärt. Als Sorgenkind gilt der Glücksspielstaatsvertrag, der mit EU-Recht als nicht vereinbar gilt. In der Zwischenzeit überlegen Politiker, wie unlizenziertes Glücksspiel verhindert werden kann, und erwägen dabei auch Financial Blocking.

Drei Glücksspielstaatsverträge hat Deutschland inzwischen innerhalb von nur zehn Jahren verabschiedet und nach wie vor scheint keine endgültige Einigung in Sicht. Nachdem sich Schleswig-Holstein der letzten Gesetzgebung angeschlossen hat, ist der Umgang mit Online-Glücksspiel immerhin in Deutschland einheitlich. Überarbeitet werden muss er dennoch: Die EU meldet in regelmäßigen Abständen Bedenken gegen das Glücksspielgesetz an und Deutschland läuft in Gefahr, hohe Strafen zu riskieren. Innerhalb der Branche gilt der Glücksspielstaatsvertrag ohnehin als nicht zukunftsfähig. Deutschland regelt das Online-Glücksspiel nicht zeitgemäß.

Financial Blocking zur Durchsetzung des Glücksspielstaatsvertrages

So überrascht es wenig, dass Politiker nun in Erwägung ziehen, eine ebenso wenig zeitgemäße Maßnahme durchzusetzen: Financial oder Payment Blocking. Hierbei sollen Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute finanzielle Transaktionen zwischen Online Casinos und Spielern unterbinden. Der Gedanke dahinter ist, dass User nicht spielen können, wenn sie kein Geld zur Verfügung haben. Ein ähnlicher Ansatz ist jedoch bereits vor wenigen Jahren in den USA gnadenlos gescheitert und der Vorschlag gilt als nicht umsetzbar. Hier erhalten Sie deshalb einen Quasar Gaming Promotional Code No Deposit für Ihr Vorhaben. Dafür ist die technische Umsetzung zu komplex. Banken müssten nicht nur wissen, wo der Spieler sich bei der Einzahlung aufhält, sondern auch eine Liste mit allen relevanten Bankverbindungen von Online Casinos besitzen, die ständig aktualisiert und ergänzt wird. Zudem müsste der Zahlungsdienstleister wissen, dass die Zahlung tatsächlich als Spieleinsatz gedacht ist und keinem anderen Zweck dient. Hinzu kommt, dass die Standortbestimmung mit Proxy-Servern verhältnismäßig leicht ausgetrickst werden könnte und somit kein wirkliches Hindernis für User darstellt, die sich nur ein bisschen mit Internet auskennen oder sich im Zuge des Financial Blocking damit beschäftigen.

Auch Datenschützer melden Bedenken an. Bankkunden würden durch dieses Verfahren unter Generalverdacht stehen und Finanzdienstleister wären fast schon dazu gezwungen, ein Bewegungsprofil ihrer Kunden zu erstellen, um rechtmäßige Zahlungen nicht zu verhindern. Darüber hinaus gibt es im Internet inzwischen über 200 Zahlungsmöglichkeiten, von denen einige, wie beispielsweise Prepaid-Karten, vollkommen anonym genutzt werden können.

Glücksspielstaatsvertrag als eigentliches Problem

Eine Sperre von finanziellen Transaktionen verdeckt zudem nur das eigentliche Problem, nämlich dass der Glücksspielstaatsvertrag in seiner jetzigen Form nicht ausreicht. Zudem würde sich Deutschland auf diese Weise mit großer Wahrscheinlichkeit erneut mit der EU anlegen, da ein solches Vorgehen die Dienstleistungsfreiheit beschränken würde. Wie sinnlos Netzsperren sind, zeigt sich derzeit auch Ungarn. Hier versucht der Staat, nicht-lizensierte Glücksspielanbieter zu sperren und ist dabei größtenteils erfolglos. User machen sich gegenseitig auf Möglichkeiten zur Umgehung der Sperre aufmerksam und informieren sich über Anbieter, die der Staat noch nicht auf die Sperrliste gesetzt hat. Ein derartiges Verfahren scheint also in einer informierten Mediengesellschaft nicht durchsetzbar zu sein.

Wenn aber das Verbot nicht durchsetzbar ist, ist es letztlich wirkungslos. Alleine das ist ein Grund dafür, den Glücksspielstaatsvertrag so zu überarbeiten, dass der Spielerschutz durch sinnvolle Regulierung des Marktes gestärkt werden kann.